"Gibt es einige Tipps, damit das HAUSAUFGABEN machen mit meinen Kindern nicht zum Alptraum wird?"

“Gibt es einige Tipps, damit das Hausaufgaben machen mit meinen Kindern nicht zum Alptraum wird?”

Hausaufgaben sind in sehr vielen Familien ein wunder Punkt; oft verbunden mit Streit und Stress. Es gibt jedoch einige kleine Tricks, die helfen können, damit das Hausaufgaben machen nicht zum täglichen Kampf wird. Welche für Ihr Kind am besten geeignet sind, können Sie als Elternteil – eventuell auch gemeinsam mit ihrem Kind – erproben und aussuchen. Vor allen Hausaufgaben steht die Befriedigung einiger Bedürfnisse. Hunger und Durst sollten befriedigt und der Toilettengang erledigt sein.

WANN? Es gibt Kinder, die ihre Hausaufgaben sofort nach dem Mittagessen erledigt haben wollen, andere brauchen nach der Schule erst mal eine Zeit zum Ausruhen oder Spielen. Wichtig ist, dass die Hausaufgabenzeit so festgelegt wird, dass es keinen Zeitdruck gibt. Beim Klingeln eines „Hausaufgabenweckers“ soll begonnen werden. Mit Kindern, die gerne trödeln und bei ihren Hausaufgaben nie weiterkommen, sollte eine angemessene Dauer vereinbart werden. Abends oder kurz vor der Schule sollten Hausaufgaben schon erledigt worden sein!

WO? Auch hier spielt die Individualität eines jeden Kindes eine zentrale Rolle. Vom eigenen Schreibtisch bis hin zum Küchentisch ist alles erlaubt! Wichtig ist, dass der Platz aufgeräumt ist und dass rundherum kein Chaos herrscht. Der Fernseher und der Radio sollten ausgeschalten sein. Entspannende Musik kann bei einfacheren Aufgaben im Hintergrund laufen – das finden einige Kinder entspannend.

WIE? Eltern sollten zwar präsent sein, aber nicht unbedingt nur mit den Hausaufgaben der Kinder beschäftigt sein. Während die Kinder versuchen ihre Hausaufgaben eigenständig zu lösen, können Eltern am Tisch sitzen und etwas lesen oder schreiben. Kinder können so jederzeit fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Die Rolle der Eltern bei den Hausaufgaben sollte jener der Lehrer in der Schule gleichen: Sie sollten eine unterstützende Rolle einnehmen! Hausaufgaben sind als Wiederholung und Festigung für den gelernten Stoff für die Kinder gedacht, somit hätte es wenig Sinn, wenn Eltern die Hausaufgaben ihrer Kinder erledigen bzw. ihnen die Lösungen sagen.

Idealerweise wird mit den einfachen und schnell erledigten Hausaufgaben begonnen. Solche Erfolgserlebnisse halten die Motivation aufrecht für die nächsten Aufgaben.

Nach 20 bis 30 Minuten braucht es eine kurze Pause. Eine kleine Stärkung mit frischem Obst, einigen Keksen oder Nüssen und ein Glas Wasser lassen die Laune steigen und helfen motiviert weiter zu machen.

Sollte es dennoch mal vorkommen, dass die Kinder die Hausaufgaben nicht geschafft haben, weil sie zu schwer oder zu lange waren, so sollten Sie sich mit der jeweiligen Lehrperson in Verbindung setzen.

Zum Glück geht der Trend der Schule in Richtung „weniger ist mehr“. Vor allem in vielen reformpädagogischen Klassen und Schulen finden Hausaufgaben kaum Raum mehr.

Je nach Alter und Schulstufe sollte die Hausaufgabenzeit nicht mehr als ein Viertel des Nachmittags in Anspruch nehmen, denn die Kinder und Jugendlichen benötigen eine „freie“ Zeit zum Spielen, Toben und um sich zu erholen.